Schulung

Schulungen für Pflegeteams: Themen, Formate, Anfrage

Pharmazeutisches Wissen für den Medikamentenwagen: Themen aus dem Pflegealltag, abgestimmt auf Ihre Einrichtung. Wählen Sie Themen aus und fragen Sie an.
Schulung von Pflegekräften zum sicheren Umgang mit Arzneimitteln
Kurz beantwortet: Wie bekommt ein Pflegeteam eine Schulung der antares Apotheke?

Die antares Apotheke in Hamburg-Jenfeld schult Pflegeteams zu Themen der Arzneimitteltherapiesicherheit – von der Kontrolle vor der Gabe über Betäubungsmittel und Insulin bis zu Aufbrauchfristen und Schluckstörungen. Einrichtungen wählen Themen aus dem Katalog auf dieser Seite und stellen eine Anfrage. Inhalt, Format, Umfang und Termin stimmt das pharmazeutische Team anschließend mit der Einrichtung ab.

Was eine Schulung zur Einführung der Verblisterung umfasst, beschreibt die Seite Schulungen für Pflegekräfte. Diese Seite ist der Katalog zum Auswählen und Anfragen.

Themenkatalog

20 Themen aus dem Alltag am Medikamentenwagen

Jedes Thema lässt sich einzeln anfragen oder mit anderen kombinieren. Zu jedem Thema gibt es auf dieser Plattform eine Fachseite, mit der Ihr Team vor oder nach der Schulung weiterlesen kann.

Schulungsthemen der antares Apotheke für Pflegeteams mit Zielgruppe und Vertiefungsseite
ModulInhalt in einem SatzZielgruppeZum Weiterlesen
1. Kontrolle vor der GabeDie 6-R-Regel am verblisterten Beutel und an der Originalpackung anwenden, auch unter Zeitdruck.Alle, die Arzneimittel geben6-R-Regel
2. Einführung VerblisterungBeutel lesen, Zuordnung prüfen, Unstimmigkeiten melden – für neue Mitarbeitende, Zeitarbeitskräfte und Rückkehrer.Neue Mitarbeitende, EinarbeitendeModule zur Verblisterung
3. MedikationsänderungenWas zwischen Anordnung und neuem Blister gilt und wie betroffene Beutel gesperrt werden.Pflegefachkräfte, WohnbereichsleitungenMedikationsänderungen
4. DokumentationGabe, Nichtgabe, Verweigerung und Auffälligkeiten so festhalten, dass die nächste Schicht und eine Prüfung sie nachvollziehen können.Pflegefachkräfte, PflegehilfskräfteGabe dokumentieren
5. Telefonische AnordnungMündliche und telefonische ärztliche Anordnungen sicher entgegennehmen, rückbestätigen und nachträglich absichern.Pflegefachkräfte, NachtdienstÄrztliche Anordnung
6. BetäubungsmittelAufbewahrung, Bestandsführung, Dokumentation und Umgang mit Resten nach den geltenden Vorschriften.Pflegefachkräfte, LeitungenBetäubungsmittel im Heim
7. SchmerzpflasterKleben, Wechseln, Entsorgen und Kontrollieren von wirkstoffhaltigen Pflastern, einschließlich Wärme als Risiko.PflegefachkräfteSchmerzpflaster
8. InsulinLagerung, Anbruch, Pen-Handhabung und Verwechslungsrisiken zwischen Insulinarten im Wohnbereich.PflegefachkräfteInsulin im Pflegeheim
9. AugentropfenHygienische Anwendung, Abstände zwischen mehreren Präparaten und Kennzeichnung nach dem Öffnen.Pflegefachkräfte, PflegehilfskräfteAugentropfen
10. InhalativaHandhabung verschiedener Inhalationssysteme, typische Anwendungsfehler und Mundpflege nach kortisonhaltigen Präparaten.PflegefachkräfteErgänzende Themen
11. AufbrauchfristenWo die Frist nach Anbruch steht, wie das Anbruchdatum dokumentiert wird und was bei fehlender Angabe gilt.Pflegefachkräfte, PflegehilfskräfteAufbrauchfristen
12. Lagerung und KühlketteBewohnerbezogene Aufbewahrung, Kühlschrankkontrolle und Vorgehen bei einer Temperaturabweichung.Pflegefachkräfte, WohnbereichsleitungenLagerung · Temperaturabweichung
13. Hitze und ArzneimittelWelche Arzneimittel bei Hitze besondere Beobachtung brauchen, wie man sie lagert und welche Beobachtungen an die Arztpraxis gehen.Pflegefachkräfte, LeitungenHitze und Medikamente
14. Schluckstörungen, Teilen, MörsernWarum nicht jede Tablette geteilt oder gemörsert werden darf und wie man eine geeignete Alternative anfragt.Pflegefachkräfte, PflegehilfskräfteSchluckstörungen
15. MedikamentenverweigerungSelbstbestimmung achten, Gründe erkunden, dokumentieren und ärztlich klären – ohne verdeckte Gabe.Pflegefachkräfte, BetreuungskräfteMedikamentenverweigerung
16. Polypharmazie und PRISCUSWoran die Pflege mögliche arzneimittelbezogene Probleme bei älteren Menschen erkennt und wie sie Beobachtungen weitergibt.Pflegefachkräfte, LeitungenPRISCUS-Liste · Polypharmazie
17. Verwechslungsgefahr (LASA)Ähnlich klingende und ähnlich aussehende Arzneimittel erkennen und im Medikamentenraum auseinanderhalten.Alle, die Arzneimittel vorbereitenLASA-Verwechslung
18. BedarfsmedikationWas eine vollständige Bedarfsanordnung enthält und wie Gabe und Wirkung dokumentiert werden.PflegefachkräfteBedarfsmedikation
19. Zeitkritische ArzneimittelWarum bei manchen Arzneimitteln, etwa in der Parkinsontherapie, die Uhrzeit der Gabe besonders zählt.Pflegefachkräfte, WohnbereichsleitungenZeitkritische Arzneimittel
20. Umgang mit FehlernWas nach einem Medikationsfehler zu tun ist und wie ein Team daraus lernt, statt Schuldige zu suchen.Pflegefachkräfte, Leitungen, QualitätsbeauftragteFehler bei der Gabe · Fehlerkultur

Die Themen sind Fachinformation für Pflegekräfte, keine Therapieanweisung. Entscheidungen über Arzneimittel und Dosierung treffen die behandelnden Ärzte. Pharmakologische Themen für Klinik- und Pflegefortbildungen, etwa Schmerztherapie oder Sondenapplikation, finden Sie bei den Fachvorträgen der antares Apotheke.

Formate

Vor Ort, online oder als Kurzimpuls – nach Vereinbarung

Welches Format zu Ihrem Team passt, hängt von Schichtmodell, Teamgröße und Thema ab. Die folgenden Formate können Sie anfragen; was möglich ist, klären wir mit Ihnen.

Vor Ort in Ihrer Einrichtung

Schulung im Wohnbereich oder Besprechungsraum, gern mit Ihren eigenen Beuteln, Packungen und Dokumentationsbögen. Praktische Themen wie Augentropfen oder Inhalativa profitieren davon besonders.

Ort, Dauer und Gruppengröße nach Vereinbarung.

Online

Für Rechts- und Organisationsthemen oder für Teams an mehreren Standorten. Mitarbeitende können ohne Anfahrt teilnehmen, auch aus verschiedenen Häusern eines Trägers.

Technik und Plattform stimmen wir vorab ab.

Kurzimpuls

Ein einzelnes Thema in kompakter Form, etwa in der Übergabezeit. So erreichen Sie auch Nachtdienst und Teilzeitkräfte, die bei langen Terminen oft fehlen.

Ein Kurzimpuls ersetzt keine Einarbeitung.

Ablauf

So läuft eine Schulungsanfrage ab

Eine Anfrage ist unverbindlich. Sie bekommen einen Vorschlag, den Sie annehmen, ändern oder ablehnen können.

  1. Themen auswählen

    Notieren Sie die Nummern oder Titel aus dem Katalog. Wenn Ihr Anliegen nicht dabei ist, beschreiben Sie es in eigenen Worten – etwa einen Anlass wie eine bevorstehende Prüfung oder eine gemeldete Abweichung.

  2. Anfrage senden

    Im Anfrageformular geben Sie Thema, ungefähre Zahl der Teilnehmenden und einen Wunschzeitraum an. Bitte senden Sie keine Namen von Bewohnern, Medikationspläne oder andere Gesundheitsdaten.

  3. Abstimmung

    Das pharmazeutische Team meldet sich mit Rückfragen zu Ihrer Einrichtung, Ihren Abläufen und dem Vorwissen des Teams. Für Schulungen zur Verblisterung ist Sinah Gaebert, Leitung Patientenindividuelle Verblisterung, Ihre Ansprechpartnerin.

  4. Vorschlag

    Sie erhalten einen Vorschlag zu Inhalt, Format und Termin. Ob für Ihre Einrichtung Kosten entstehen, klären wir in diesem Schritt. Wir legen nichts fest, bevor Sie zugestimmt haben.

  5. Schulung und Nachbereitung

    Nach der Schulung können Sie die passenden Fachseiten und das Checklisten-Paket Pflege nutzen, um das Thema im Alltag zu verankern.

Teilnahme dokumentieren: was Ihre Einrichtung selbst festhalten sollte

Für Prüfungen durch Heimaufsicht oder Medizinischen Dienst zählt, dass Ihre Einrichtung nachweisen kann, wer wann zu welchem Thema geschult wurde. Halten Sie deshalb Datum, Thema, Referentin oder Referent und die Namen der Teilnehmenden in Ihrer eigenen Fortbildungsdokumentation fest.

Ob die antares Apotheke für eine Schulung eine Teilnahmebescheinigung ausstellt, klären wir bei der Anfrage. Eine Anerkennung als Pflichtfortbildung oder eine Vergabe von Fortbildungspunkten sagen wir auf dieser Seite nicht zu.

Häufige Fragen

Fragen zur Schulungsanfrage

Können auch Einrichtungen eine Schulung anfragen, die nicht von antares versorgt werden?

Ja, die Anfrage steht allen Einrichtungen offen. Ob und in welcher Form wir eine Schulung anbieten können, hängt von Thema, Ort und Kapazität ab; das klären wir nach Ihrer Anfrage. Eine Schulung verpflichtet Sie zu keinem Versorgungsvertrag.

Kann ich mehrere Themen in einer Schulung kombinieren?

Ja. Bewährt sind Kombinationen, die im Alltag zusammengehören, etwa Kontrolle vor der Gabe, Dokumentation und Medikationsänderungen. Wie viele Themen in einen Termin passen, hängt vom Format ab; das schlagen wir Ihnen vor.

Was kostet eine Schulung?

Preise nennen wir auf dieser Seite nicht. Ob Kosten entstehen, hängt unter anderem davon ab, ob eine Schulung Teil eines bestehenden Versorgungsvertrags ist. Das klären wir im Vorschlag, bevor etwas festgelegt wird.

Können wir ein Thema anfragen, das nicht im Katalog steht?

Ja. Der Katalog bildet häufige Anliegen ab, er ist nicht abschließend. Beschreiben Sie Ihr Thema im Anfrageformular; wir sagen Ihnen offen, ob wir es fachlich gut abdecken können oder wer dafür besser geeignet ist.

Dürfen wir in der Schulung Fragen zu einzelnen Bewohnern stellen?

Schulungen behandeln Themen allgemein und anhand anonymisierter Beispiele. Fragen zur Medikation einzelner Bewohner klären versorgte Einrichtungen über die vereinbarten Kontaktwege mit der Apotheke und den behandelnden Ärzten, nicht vor der Gruppe.

Lieber zuerst sprechen?

Sinah Gaebert, Apothekerin und Leitung Patientenindividuelle Verblisterung, ist für Schulungsanfragen erreichbar unter 040 523 889 100 und verblisterung@antares-apo.de.

Welche Themen braucht Ihr Team als Nächstes?

Wählen Sie Themen aus dem Katalog und schicken Sie uns eine unverbindliche Anfrage. Wir melden uns mit einem Vorschlag zu Inhalt, Format und Termin.

Zertifizierte Qualität und sichere Prozesse

Unsere GDP- und ISO-Zertifizierungen stehen für geprüfte Qualität, verlässliche Abläufe und eine sichere Arzneimittelversorgung. Sie bestätigen unter anderem die fachgerechte Lagerung, Prüfung, Dokumentation und Auslieferung von Arzneimitteln sowie ein wirksames Qualitäts- und Logistikmanagement.

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