Praxisthema10 Min. Lesezeit

Tabletten bei Schluckstörungen: was beim Mörsern, Teilen und bei der Sondengabe gilt

Wenn das Schlucken schwerfällt, wird die Tablette schnell zum Problem. Warum nicht jedes Arzneimittel zerkleinert werden darf, welche Wege es gibt und wer was entscheidet.
Hände mit Schutzhandschuhen an einem Kassettenträger mit nummerierten Fächern für Tabletten
Kurz beantwortet: Darf man Tabletten bei Schluckstörungen mörsern oder teilen?

Nicht jede Tablette darf gemörsert, geteilt oder geöffnet werden. Bei Retardtabletten, magensaftresistenten Arzneiformen, bestimmten Wirkstoffen mit Gefahrstoffeigenschaften und vielen Kapseln kann das Zerkleinern die Wirkung verändern, die Verträglichkeit verschlechtern oder Pflegekräfte gefährden. Ob ein bestimmtes Präparat zerkleinert werden darf, ergibt sich aus der Fachinformation und lässt sich in der Apotheke je Präparat prüfen.

Bei Schluckstörungen ist deshalb nicht die Frage „Wie bekommen wir die Tablette hinunter?“ der Anfang, sondern „Gibt es für dieses Arzneimittel eine geeignete Darreichungsform?“ Die Entscheidung über eine Umstellung trifft die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt.

Inhalt dieser Seite
  1. Schluckstörungen im Alter: häufig, oft unerkannt
  2. Warum nicht jede Tablette gemörsert oder geteilt werden darf
  3. Welche Alternativen es gibt
  4. Arzneimittelgabe über die Ernährungssonde: Grundprinzipien
  5. Beispiel aus dem Pflegealltag
  6. Checkliste: Arzneimittel bei Schluckstörungen
  7. Wie Verblisterung und pharmazeutische Begleitung hier helfen können – und wo nicht
Fachliche Ansprechpartnerin: Sinah GaebertStand: 18.10.2026Lesezeit ca. 10 Min.

Schluckstörungen im Alter: häufig, oft unerkannt

Schluckstörungen (Dysphagien) sind bei älteren Menschen verbreitet, vor allem nach einem Schlaganfall, bei Parkinson, Demenz und anderen neurologischen Erkrankungen, aber auch bei allgemeiner Gebrechlichkeit, Mundtrockenheit oder schlecht sitzenden Zahnprothesen. Feste Arzneiformen sind dabei oft das erste, was schwerfällt: Große Tabletten bleiben im Rachen hängen, Kapseln kleben am Gaumen, mehrere Tabletten auf einmal überfordern den Schluckvorgang.

Nicht immer wird die Schluckstörung als solche erkannt. Hinweise im Pflegealltag sind etwa:

  • Husten oder Räuspern beim oder kurz nach dem Schlucken, belegte oder „gurgelnde“ Stimme
  • Tabletten werden lange im Mund behalten, ausgespuckt oder später im Bett oder in der Wangentasche gefunden
  • Abwehr gegenüber Tabletten, während Getränke oder weiche Speisen angenommen werden
  • wiederkehrende Atemwegsinfekte ohne andere Erklärung

Solche Beobachtungen gehören in die Pflegedokumentation und an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt. Eine Schluckdiagnostik, etwa durch Logopädie oder eine spezialisierte Untersuchung, klärt, was der Mensch sicher schlucken kann. Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, wie die Arzneimittel gegeben werden.

Warum nicht jede Tablette gemörsert oder geteilt werden darf

Viele moderne Arzneiformen sind technisch so gebaut, dass sie den Wirkstoff gezielt, verzögert oder geschützt freisetzen. Wer sie zerkleinert, zerstört dieses Prinzip. Die wichtigsten Gruppen:

Arzneiformen, bei denen Zerkleinern oder Teilen problematisch sein kann
ArzneiformWas beim Zerkleinern passieren kannTypische Kennzeichnung
Retard- und DepotformenDie für viele Stunden gedachte Dosis wird auf einmal freigesetzt; erst zu hohe, später zu niedrige Wirkspiegel sind möglich.Zusätze wie „retard“, „ret.“, „SR“, „XR“, „CR“, „Depot“, „mite retard“ – aber nicht immer eindeutig
Magensaftresistente Tabletten und KapselnDer Schutzüberzug geht verloren: Der Wirkstoff kann durch Magensäure zerstört werden oder die Magenschleimhaut reizen.„magensaftresistent“, „msr“, „enteric coated“
Wirkstoffe mit Gefahrstoffeigenschaften (CMR-Stoffe)Beim Mörsern entsteht Staub, den Pflegekräfte einatmen oder über die Haut aufnehmen können. Das betrifft etwa bestimmte Hormon- und Zytostatika-Präparate.Hinweise in der Fachinformation; Einstufung durch die Apotheke prüfen lassen
Filmtabletten mit Geschmacks- oder LichtschutzStark bitterer oder lokal reizender Geschmack, dadurch Verweigerung; lichtempfindliche Wirkstoffe können sich zersetzen.„Filmtablette“; Angaben zur Teilbarkeit in der Fachinformation
Weichkapseln, Schmelz- und SublingualtablettenLassen sich nicht sinnvoll zerkleinern oder sind ohnehin für eine andere Aufnahme gedacht (Auflösen im Mund, unter der Zunge).Darreichungsform auf der Packung

Die Tabelle beschreibt Regelfälle. Es gibt Retardtabletten, die laut Hersteller teilbar sind, und unbeschichtete Tabletten, bei denen trotzdem Bedenken bestehen. Maßgeblich ist immer die Fachinformation des konkreten Präparats.

Bruchkerbe ist nicht gleich Teilbarkeit

Eine Kerbe auf der Tablette bedeutet nicht automatisch, dass sie in gleiche Dosen geteilt werden darf. Manche Kerben dienen nur dem leichteren Schlucken nach dem Brechen, andere sind reine Schmuckkerben. Ob eine Tablette zur Dosisteilung zugelassen ist, steht in der Fachinformation. Hinzu kommt ein praktisches Problem: Wird ein Präparat aufgrund eines Rabattvertrags gegen ein anderes mit demselben Wirkstoff ausgetauscht, kann sich die Teilbarkeit ändern, obwohl die Verordnung gleich bleibt.

Was beim Zerkleinern außerdem zu bedenken ist

  • Kreuzkontamination: Ein Mörser, der nicht zwischen jeder Anwendung gereinigt wird, überträgt Wirkstoffreste auf die nächste Person.
  • Dosisverlust: Pulver bleibt im Mörser, am Löffel oder im Becher zurück.
  • Stabilität: Zerkleinerte Arzneimittel sollten nicht auf Vorrat vorbereitet werden, weil viele Wirkstoffe außerhalb der Tablette weniger stabil sind.
  • Mischen mit Nahrung: Arzneimittel in Joghurt oder Brei können mit Nahrungsbestandteilen reagieren, den Geschmack der ganzen Mahlzeit verderben – und wenn die Mahlzeit nicht aufgegessen wird, ist unklar, wie viel Wirkstoff aufgenommen wurde.
  • Mehrere Arzneimittel zusammen: Werden alle Tabletten eines Einnahmezeitpunkts gemeinsam gemörsert, lassen sich Unverträglichkeiten und Fehler im Nachhinein kaum noch nachvollziehen.
Zerkleinern ist eine Entscheidung, keine Routine

Das Zerkleinern verändert die Anwendung eines Arzneimittels gegenüber der Zulassung. Es sollte deshalb nur erfolgen, wenn es für das jeweilige Präparat geprüft und ärztlich angeordnet ist, und es gehört in den Medikationsplan und die Pflegedokumentation. Eine generelle Anweisung „alle Tabletten mörsern“ ist fachlich nicht vertretbar.

Welche Alternativen es gibt

Für viele Wirkstoffe gibt es Darreichungsformen, die bei Schluckstörungen leichter anzuwenden sind. Ob eine davon für eine bestimmte Person passt, ist eine ärztliche Entscheidung, die die Apotheke mit Informationen vorbereiten kann.

  • Flüssige Arzneiformen: Säfte, Tropfen, Lösungen oder Suspensionen. Zu beachten sind Dosiergenauigkeit, Zuckergehalt, Alkoholgehalt und die Haltbarkeit nach Anbruch.
  • Schmelz-, Brause- oder Granulatformen: lösen sich im Mund oder in Wasser auf. Nicht jede Person kann die entstehende Flüssigkeitsmenge sicher schlucken.
  • Andere Applikationswege: Pflaster (transdermale Systeme), Zäpfchen, Inhalation oder Injektion – je nach Wirkstoff und Zustand.
  • Kleinere Tabletten oder ein anderes Präparat: Manchmal gibt es denselben Wirkstoff in einer kleineren, leichter schluckbaren Form.
  • Individuelle Rezeptur: Wenn kein geeignetes Fertigarzneimittel existiert, kann eine Apotheke auf ärztliche Verordnung eine Zubereitung herstellen. antares stellt individuelle Arzneimittel in der Apotheke her.
  • Überprüfung der Notwendigkeit: Eine Schluckstörung ist auch ein guter Anlass, die gesamte Medikation ärztlich zu überprüfen. Jedes Arzneimittel, das nicht mehr gebraucht wird, ist eines weniger, das geschluckt werden muss.

Schluckhilfen

Für Menschen, die grundsätzlich schlucken können, gibt es Hilfsmittel wie Gleitgele, die Tabletten umhüllen, oder Trinkbecher mit besonderer Form. Auch die aufrechte Sitzhaltung, eine Tablette nach der anderen und ausreichend Flüssigkeit helfen. Andickungsmittel, wie sie bei Dysphagie für Getränke eingesetzt werden, können die Auflösung mancher Arzneiformen beeinflussen. Ob Schluckhilfen im Einzelfall geeignet sind, sollte mit Ärztin, Arzt, Logopädie und Apotheke besprochen werden.

Arzneimittelgabe über die Ernährungssonde: Grundprinzipien

Bei Menschen mit Ernährungssonde (etwa PEG) stellen sich dieselben Fragen in verschärfter Form: Jede feste Arzneiform muss zerkleinert oder aufgelöst werden, und die Sonde selbst kann verstopfen oder mit Arzneimitteln reagieren. Allgemein gelten diese Grundsätze, die im Einzelfall ärztlich und pharmazeutisch konkretisiert werden (ausführlich mit Checkliste: Medikamente über die Sonde):

  • Wenn möglich, flüssige oder zur Sondengabe geeignete Darreichungsformen verwenden.
  • Arzneimittel einzeln vorbereiten und einzeln geben, nicht miteinander und nicht mit der Sondennahrung mischen.
  • Vor, zwischen und nach den Arzneimitteln mit Wasser spülen, wie in der Einrichtung festgelegt.
  • Die Lage der Sondenspitze beachten: Ob ein Arzneimittel in den Magen oder in den Dünndarm gelangt, kann für Wirkung und Verträglichkeit entscheidend sein.
  • Für einige Wirkstoffe ist ein zeitlicher Abstand zur Sondennahrung erforderlich; das muss im Medikationsplan stehen.
  • Retard- und magensaftresistente Formen sind für die Sonde in der Regel ungeeignet – hier braucht es eine ärztlich festgelegte Alternative.

Für Bewohner mit Sondenernährung empfiehlt sich eine pharmazeutische Überprüfung aller Arzneimittel auf Sondengängigkeit. Bei Fragen zur Ernährungstherapie selbst unterstützt die Ernährungsberatung der antares Apotheke.

Beispiel aus dem Pflegealltag

Beispiel – keine reale Person

Eine 84-jährige Bewohnerin hat nach einem Schlaganfall Schwierigkeiten beim Schlucken. Die Nachtschicht hat begonnen, ihre Tabletten zu mörsern und in Apfelmus zu geben – darunter ein Blutdruckmittel in Retardform und ein magensaftresistenter Säureblocker. Am Morgen fällt ein niedriger Blutdruck auf. Die Pflegefachkraft meldet Schluckproblem und Mörsern an die Hausärztin und bittet die Apotheke um eine Prüfung. Die Apotheke stellt fest, welche der sieben Arzneimittel zerkleinert werden dürfen, nennt für die beiden kritischen Präparate mögliche alternative Darreichungsformen und weist darauf hin, dass ein weiteres Arzneimittel seit längerem ohne erkennbare Indikation im Plan steht. Die Hausärztin stellt um, setzt eines ab und veranlasst eine logopädische Schluckdiagnostik. Medikationsplan und Pflegedokumentation werden angepasst, die Nachtschicht wird informiert.

Das Beispiel zeigt die typische Reihenfolge: beobachten, melden, präparatbezogen prüfen, ärztlich entscheiden, dokumentieren. Keiner der Schritte lässt sich durch eine Verpackungslösung ersetzen.

Checkliste: Arzneimittel bei Schluckstörungen

  1. Schluckstörung erkennen und dokumentieren

    Husten beim Schlucken, Tabletten im Mund, Verweigerung fester Arzneiformen – Beobachtungen festhalten und an Ärztin oder Arzt weitergeben.

  2. Diagnostik anregen

    Eine ärztlich veranlasste Schluckdiagnostik klärt, welche Konsistenzen sicher geschluckt werden können.

  3. Jedes Präparat einzeln prüfen lassen

    Darf es zerkleinert, geteilt, geöffnet oder über die Sonde gegeben werden? Die Apotheke prüft je Präparat anhand der Fachinformation.

  4. Nach Rabattwechseln neu prüfen

    Ein anderes Präparat mit gleichem Wirkstoff kann andere Eigenschaften haben.

  5. Alternativen ärztlich entscheiden lassen

    Flüssige Formen, andere Applikationswege, Rezepturen oder das Absetzen nicht mehr notwendiger Arzneimittel.

  6. Art der Gabe im Medikationsplan festhalten

    „Ganz schlucken“, „darf zerkleinert werden“, „nur über Sonde, einzeln“ – damit jede Schicht gleich handelt.

  7. Hygiene und Arbeitsschutz regeln

    Mörser nach jeder Anwendung reinigen, Gefahrstoffe nicht offen zerkleinern, nichts auf Vorrat vorbereiten.

  8. Wirkung beobachten

    Nach jeder Umstellung auf Veränderungen achten, zum Beispiel bei Blutdruck, Blutzucker, Schmerzen oder Unruhe.

Wie Verblisterung und pharmazeutische Begleitung hier helfen können – und wo nicht

Patientenindividuelle Verblisterung verändert die Arzneiform nicht. Im Blisterbeutel liegt die Tablette so, wie der Hersteller sie geliefert hat – ganz. Das Problem des Schluckens bleibt also bestehen, und die Pflege muss weiterhin wissen, ob sie ein Arzneimittel zerkleinern darf. Die Apothekenbetriebsordnung sieht vor, dass Tabletten für die Verblisterung nur in Ausnahmefällen und auf ärztliche Anforderung geteilt werden; zu Pulver zerkleinerte Arzneimittel werden nicht verblistert. Welche Arzneimittel sich überhaupt für den Blister eignen, steht unter geeignete Medikamente.

Prüfbildschirm mit dem Kamerabild eines einzelnen Blisterbeutels, daneben ein Folienschweißgerät
Im Blisterbeutel liegt jede Tablette unverändert in der Form des Herstellers – die Kamera prüft Inhalt und Anzahl, nicht die Schluckbarkeit. Verblisterungsraum der antares Apotheke in Hamburg-Jenfeld. Foto: antares-apotheke Pharma Service e. K.

Wo die Begleitung durch die Apotheke einen Unterschied machen kann:

  • Prüfung je Präparat: Im Rahmen des Medikationsmanagements kann antares bei bekannter Schluckstörung prüfen, welche Arzneimittel zerkleinert werden dürfen und wo Alternativen bestehen. Die Empfehlung geeigneter Darreichungsformen gehört zu den Leistungen für Einrichtungen; Vorschläge gehen begründet an die verordnende Praxis.
  • Klare Trennung im Blister: Arzneimittel, die nicht zerkleinert werden dürfen, und solche, bei denen es zulässig ist, lassen sich nach Vereinbarung in getrennten Beuteln verpacken, sodass die Pflege nicht jedes Mal sortieren muss.
  • Hinweise in Plan und Kennzeichnung: Einnahmehinweise wie „nicht zerkleinern“ können im Medikationsplan und als Einnahmehinweis aufgenommen werden; der Umfang wird im Erstgespräch abgestimmt.
  • Erneute Prüfung bei jeder Änderung: Auch ein Präparatewechsel durch Rabattverträge wird so zum Prüfanlass. Wie Änderungen umgesetzt werden, beschreibt die Seite Medikationsänderungen.
  • Schulung: In Schulungen für Pflegekräfte lassen sich Arzneiformen, Zerkleinern und Sondengabe gezielt behandeln.

Was die Apotheke nicht leisten kann: die Schluckfähigkeit beurteilen, eine Therapieumstellung anordnen oder die Gabe am Bett überwachen. Diese Aufgaben bleiben bei Ärzten und Pflege. Wie Verantwortlichkeiten in der Zusammenarbeit verteilt sind, steht unter Verantwortlichkeiten. Viele Menschen mit Schluckstörungen haben zugleich eine Demenz – Hinweise dazu finden Sie unter Medikamente bei Demenz.

Quellen und Rechtsgrundlagen
  1. § 34 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO): Patientenindividuelles Stellen oder Verblistern von Arzneimitteln.
  2. Fachinformationen der jeweiligen Fertigarzneimittel (Angaben zu Teilbarkeit, Art der Anwendung, Sondengabe).
Häufige Fragen

Fragen zu Tabletten bei Schluckstörungen

Woran erkenne ich, ob eine Tablette gemörsert werden darf?

Verlässlich nur an der Fachinformation des konkreten Präparats. Hinweise wie „retard“ oder „magensaftresistent“ sind Warnzeichen, aber nicht vollständig. Die Apotheke kann jedes Präparat einzeln prüfen und mitteilen, ob Zerkleinern, Teilen oder Auflösen zulässig ist.

Darf die Pflege Tabletten eigenständig mörsern?

Das Zerkleinern verändert die Anwendung des Arzneimittels und sollte deshalb ärztlich angeordnet und dokumentiert sein, nachdem die Eignung des Präparats geprüft wurde. Eine pauschale Praxis ohne Prüfung ist fachlich nicht vertretbar.

Können Tabletten für den Blister schon in der Apotheke zerkleinert werden?

Nein. Für die Verblisterung werden feste Arzneimittel in ihrer Herstellerform verpackt. Das Teilen von Tabletten ist nur in Ausnahmefällen auf ärztliche Anforderung vorgesehen; zu Pulver zerkleinerte Arzneimittel werden nicht verblistert.

Hilft Verblisterung bei Schluckstörungen?

Nicht beim Schlucken selbst. Sie kann aber die Übersicht verbessern – etwa durch getrennte Beutel für Arzneimittel, die zerkleinert werden dürfen, und solche, die ganz geschluckt werden müssen. Der wichtigere Beitrag ist die pharmazeutische Prüfung der Darreichungsformen.

Was ist bei Arzneimitteln über die PEG-Sonde zu beachten?

Arzneimittel einzeln vorbereiten und geben, nicht mit Sondennahrung mischen, vor und nach der Gabe spülen und die Lage der Sonde beachten. Retard- und magensaftresistente Formen sind meist ungeeignet. Welche Alternative passt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, die Apotheke liefert die pharmazeutische Bewertung. Die Schritte am Bett zeigt die Seite Medikamente über die Sonde.

Porträt Sinah Gaebert
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Sinah Gaebert
Leitung Patientenindividuelle Verblisterung · Fachapothekerin für klinische Pharmazie

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