Zielgruppe

Patientenindividuelle Arzneimittelversorgung für Kliniken und Krankenhäuser

Für Akut-, Fach-, Reha- und psychiatrische Kliniken: wie externe Verblisterung in elektronische Verordnung, pharmazeutische Prüfung und die Dokumentation der Gabe eingebunden wird.
Klinikteam am Visitenwagen mit elektronischer Patientenakte
Kurz beantwortet: Wie funktioniert externe Verblisterung im Krankenhaus?

Bei der externen patientenindividuellen Verblisterung verordnen Ärzte auf Station elektronisch, die versorgende Apotheke prüft jede Verordnung pharmazeutisch und stellt die festen oralen Arzneimittel je Patient und Einnahmezeitpunkt maschinell zusammen. Die Station erhält gekennzeichnete Blister für den Folgetag, die Pflege kontrolliert sie und dokumentiert die Gabe elektronisch.

Für Krankenhäuser ohne eigene Krankenhausapotheke geschieht das auf Grundlage eines genehmigten Versorgungsvertrags nach § 14 Apothekengesetz. antares setzt einen solchen geschlossenen Medikationsprozess seit 2025 mit der LungenClinic Großhansdorf um. Klinikverblisterung unterscheidet sich von der Heimverblisterung grundlegend: in Takt, Änderungsdynamik und Einbindung in die Klinik-IT.

Ihre Vorteile

Was Kliniken mit antares konkret gewinnen

Für Geschäftsführung, Pflegedirektion, Arzneimittelkommission und IT zählt, ob externe Verblisterung in den Takt des Hauses passt. Die Vorteile beruhen auf einem Prozess, den antares bereits im Klinikbetrieb umsetzt.

  1. Ein Partner mit Closed-Loop-Praxis

    Für die LungenClinic Großhansdorf prüft und verblistert antares seit 2025 im geschlossenen Medikationsprozess – von der elektronischen Verordnung auf Station bis zur dokumentierten Gabe. Sie sprechen mit einem Team, das Lieferungen für den Folgetag und Rückfragen von Station aus dem laufenden Betrieb kennt. Zum Praxisbeispiel

  2. Jede Verordnung vor der Verblisterung geprüft

    Apothekerinnen und Apotheker prüfen Wechselwirkungen, Plausibilität, Allergien und Laborwerte und fragen bei Auffälligkeiten auf Station nach. Die Klinikversorgung verantwortet Insa Goll, Fachapothekerin für klinische Pharmazie.

  3. Format passend zum Stationsprozess

    Unsere Anlage stellt Beutel mit einem Arzneimittel ebenso her wie Beutel mit mehreren Arzneimitteln je Einnahmezeitpunkt. Für Akutstationen mit hoher Änderungsdynamik kommt eher die Einzeldosis in Frage, für stabilere Bereiche Multi-Dose – nach Vereinbarung festgelegt je Station.

  4. Annahmeschluss und Ausfallkonzept vor dem Pilot

    Wann eine Anordnung noch in den Blister des Folgetags kommt, wie nachgeliefert wird und was bei einem IT-Ausfall gilt, legen wir vor der ersten Pilotstation fest und bilden es im Versorgungsvertrag ab.

  5. Sterillabor, Ernährung und Logistik aus einer Apotheke

    Sterile Zubereitungen aus GMP-Reinräumen, Arzneimitteltherapiesicherheit, Aufnahme- und Entlassmanagement, klinische Ernährung und die Auslieferung aus dem eigenen Lager mit automatisierter Kommissionierung können nach Vereinbarung vom selben Apothekenpartner kommen wie die Blister. Alle Perspektiven von Geschäftsführung bis IT: Vorteile für Kliniken.

Ausgangslage

Eigene Krankenhausapotheke oder externe Versorgung?

Wer im Krankenhaus über Verblisterung spricht, muss zuerst klären, wer die Arzneimittelversorgung verantwortet. Davon hängt ab, wer Gesprächspartner ist und welche Konstruktion rechtlich trägt.

Häuser mit eigener Krankenhausapotheke

Die Krankenhausapotheke verantwortet Beschaffung, Arzneimittelliste, Herstellung und Beratung. Ob sie selbst verblistert, eine Unit-Dose-Versorgung aufbaut oder Leistungen extern einbindet, entscheidet sie. Gesprächspartner ist hier die Leitung der Krankenhausapotheke.

Eine Zusammenarbeit mit einer öffentlichen Apotheke braucht in diesem Fall eine eigens zu prüfende rechtliche Konstruktion.

Häuser mit externer Apothekenversorgung

Viele kleinere Akut-, Fach- und Rehakliniken werden von einer krankenhausversorgenden öffentlichen Apotheke versorgt. Hier kann die versorgende Apotheke die patientenindividuelle Verblisterung als Teil des Versorgungsvertrags übernehmen.

Voraussetzung ist eine elektronische Verordnung, die zuverlässig und rechtzeitig bei der Apotheke ankommt.

Was antares bereits heute für Kliniken leistet, beschreibt die Übersicht Leistungen für Kliniken und Krankenhäuser.

Klinik ist nicht Pflegeheim

Was Klinikverblisterung von der Heimverblisterung unterscheidet

Dieselbe Technik, ein anderer Prozess. Wer ein Heimmodell ins Krankenhaus überträgt, wird an Takt und Änderungsdynamik scheitern.

Heimverblisterung und Klinikverblisterung im Vergleich
MerkmalPflegeheimKrankenhaus
ÄnderungsdynamikÜberwiegend stabile Dauermedikation, Änderungen nach Visite oder KlinikaufenthaltTäglich neue Anordnungen, Dosisanpassungen nach Labor, Aufnahmen und Entlassungen rund um die Uhr
VersorgungszeitraumIn der Regel WochenblisterTagesversorgung, meist für den Folgetag
BezugseinheitBewohner und WohnbereichPatient, Station und Bett; Verlegungen zwischen Stationen
ArzneimittelauswahlPräparate aus der Verordnung der HausarztpraxenArzneimittelliste des Hauses (Hausliste), Umstellung mitgebrachter Medikation
GremienEinrichtungsleitung, PflegedienstleitungArzneimittelkommission, Ärztliche Direktion, Pflegedirektion, IT
Digitale EinbindungRezeptwege über Praxen, E-Rezept, KIMElektronische Verordnung im Klinikinformationssystem, Datenfluss zur Apotheke, elektronische Gabedokumentation
FormatTypischerweise Multi-DoseHäufig Unit-Dose; Multi-Dose je nach Prozess möglich
Schnittstelle nach außenRückkehr aus dem KrankenhausEntlassmanagement: Medikationsplan, Entlassrezept, Information der Weiterbehandelnden

Grundlagen der Formate: Unit-Dose, Multi-Dose und der Systemvergleich.

Der geschlossene Medikationsprozess

Von der Verordnung am Bett bis zur dokumentierten Gabe

Im Closed Loop ist jeder Schritt elektronisch mit dem nächsten verbunden. Externe Verblisterung ist darin ein Glied – kein Ersatz für die übrigen.

  1. Elektronische VerordnungÄrzte verordnen auf Station im KlinikinformationssystemArzt
  2. ÜbermittlungVerordnungsdaten gehen an die versorgende ApothekeGemeinsam
  3. Pharmazeutische PrüfungWechselwirkungen, Plausibilität, Allergien, Laborwerte; Rückfrage bei AuffälligkeitenApotheke
  4. VerblisterungMaschinell, patientenindividuell, gekennzeichnet mit Patient und EinnahmezeitpunktApotheke
  5. Kontrolle und LieferungScan-Prozesse, Vier-Augen-Prinzip, Lieferung für den FolgetagApotheke
  6. Prüfung auf StationPflege kontrolliert die Lieferung, ergänzt nicht verblisterte ArzneimittelPflege
  7. GabeVerabreichung und elektronische DokumentationPflege
Arzt ärztliche Verantwortung Apotheke pharmazeutische Verantwortung Pflege pflegerische Verantwortung Gemeinsam technische Schnittstelle

Wo die Schwierigkeiten im Klinikalltag liegen

Organisatorisch: Eine Anordnung um 14:00 Uhr muss in den Blister des Folgetags. Wann ist Annahmeschluss, und was geschieht mit Anordnungen danach? Wie wird eine Verlegung von der Intensiv- auf die Normalstation abgebildet, wie eine Entlassung am Vormittag, für die der Blister schon gepackt ist? Für jede dieser Fragen braucht es eine Regel, bevor die erste Station startet.

Pharmazeutisch: Mitgebrachte Hausmedikation wird auf Präparate der Arzneimittelliste umgestellt oder bewusst weitergegeben. Dosierungen hängen von Nierenfunktion und Laborwerten ab. Infusionen, Injektionen, Säfte und Bedarfsmedikation bleiben auf Station. Die Prüfung durch die Apotheke ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält.

Wie ein solcher Prozess im Detail aufgebaut sein kann und welche Rolle er für die Zukunft der Arzneimittelversorgung spielt, beschreibt die Seite Zukunft des Medikationsmanagements.

Unterschiedliche Häuser

Welche Klinik braucht was?

Akutkrankenhäuser

Hohe Änderungsdynamik, kurze Verweildauer, viele Aufnahmen. Hier zählen Annahmeschluss, Nachlieferwege und ein eng getakteter Datenfluss.

Meist Unit-Dose sinnvoller als Multi-Dose.

Fachkliniken

Ein klar umrissenes Indikationsspektrum erleichtert eine schlanke Arzneimittelliste. Die LungenClinic Großhansdorf ist ein Beispiel für eine Fachklinik mit externer Verblisterung.

Tageskliniken

Patienten verbringen Abend und Wochenende zu Hause. Während des Aufenthalts werden oft nur wenige Dosen gegeben – Verblisterung ist hier selten das wichtigste Thema.

Privatkliniken

Ohne eigene Krankenhausapotheke gelten in der Regel dieselben Regeln der externen Versorgung. Kleinere Häuser profitieren von einer Apotheke, die Prüfung, Logistik und Beratung bündelt.

Klinikverbünde

Einheitliche Arzneimittellisten, gemeinsame Gremien und zentrale IT erleichtern standardisierte Prozesse. Verträge und Genehmigungen gelten dennoch je Krankenhaus.

Rehabilitation

Rehabilitationskliniken: stabiler, länger, anders organisiert

Rehabilitationskliniken liegen in ihrer Arzneimittellogik zwischen Krankenhaus und Pflegeheim: Die Medikation ist meist stabiler als im Akuthaus, die Verweildauer länger, viele Patienten bringen ihre Hausmedikation mit, und vor der Entlassung steht oft ein Training zur selbstständigen Einnahme. Ob eine Rehaklinik bei externer Versorgung unter die Regeln des § 14 Apothekengesetz fällt, ist vorab zu klären.

Wie mit Hausmedikation, Indikationsbereichen, Multi-Dose oder Einzeldosis und der Entlassung in die Hausarztversorgung umgegangen wird, beschreibt die eigene Seite Verblisterung für Rehabilitationskliniken.

Apothekerin bedient die Verblisterungsanlage über einen Bildschirm im Verblisterungsraum
Steuerung der Verblisterungsanlage bei antares in Hamburg-Jenfeld.
Psychiatrie

Psychiatrische Kliniken: Verblisterung mit Blick auf Therapie und Selbstbestimmung

In psychiatrischen Kliniken sind Aufenthalte oft länger und die orale Dauermedikation ein zentraler Teil der Behandlung. Das spricht für Verblisterung. Gleichzeitig gelten Besonderheiten, die ein Konzept berücksichtigen muss:

  • Häufige Dosisanpassungen bei Neueinstellung, teils nach Spiegelbestimmung oder Laborkontrollen, etwa bei Lithium oder Clozapin.
  • Bedarfsmedikation spielt eine große Rolle und bleibt außerhalb des Blisters.
  • Depotpräparate und flüssige Darreichungsformen werden auf Station versorgt.
  • Belastungserprobungen und Beurlaubungen erfordern einen geregelten Weg für mitgegebene Arzneimittel.
  • Einnahmetraining: Auf manchen Stationen sollen Patienten die Verantwortung für ihre Arzneimittel schrittweise selbst übernehmen. Ein gekennzeichneter Blister kann dabei helfen, wenn das Behandlungsteam es so entscheidet.

Der Blister ersetzt weder die therapeutische Beziehung noch die Beobachtung durch Pflege und Ärzte. Er macht die geplante Medikation sichtbar und dokumentierbar.

Praxisbeispiel

LungenClinic Großhansdorf: externe Verblisterung im Closed Loop

Für die LungenClinic Großhansdorf ist antares seit 2025 Teil eines geschlossenen Medikationsmanagementprozesses: elektronische Verordnung auf Station, pharmazeutische Prüfung in Hamburg-Jenfeld, maschinelle patientenindividuelle Verblisterung, Kontrolle der Lieferung für den Folgetag und elektronische Gabedokumentation durch die Pflege. Flüssige Arzneimittel wie Infusionen ergänzt die Klinik.

Ziele der Klinik waren mehr Sicherheit bei der Arzneimittelgabe, eine Entlastung des Pflegepersonals und mehr Nachhaltigkeit. Veröffentlichte Ergebniskennzahlen gibt es für dieses Beispiel nicht; wir nennen deshalb keine.

Das vollständige Praxisbeispiel lesen
Patientenindividuell verblisterte Arzneimittel in Bechern mit Barcode-Etiketten auf einer Station der LungenClinic Großhansdorf
Medikamentenaufbereitung auf Station der LungenClinic Großhansdorf. Foto: antares-apotheke Pharma Service e. K.
Wirtschaftlichkeit

Warum sich Unit-Dose in Deutschland kaum durchgesetzt hat – und was das für Ihre Planung heißt

Rainer W. Werther, Geschäftsführender Direktor der antares Apotheke, hat 2022 auf der med.Logistica die wirtschaftliche Seite der Unit-Dose-Versorgung beleuchtet. Seine Thesen: Unit-Dose kann Medikationsfehler senken, hat sich in deutschen Krankenhäusern aber kaum durchgesetzt – nach seiner damaligen Angabe wurden erst etwa 4 % aller Klinikpatienten so versorgt. Die Hürde sei nicht die Technik, sondern höhere Prozesskosten auf Ebene der einzelnen Klinik bei fehlender Refinanzierung. Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), das unter anderem digitales Medikationsmanagement fördert, nannte er als möglichen Impuls. Zum Beitrag über die wirtschaftliche Umsetzung

Zur Evidenz: Eine häufig zitierte Vorher-nachher-Studie von Franklin und Kollegen (2007) untersuchte auf einer chirurgischen Station eines britischen Lehrkrankenhauses ein geschlossenes System aus elektronischer Verordnung, automatisierter Ausgabe, Barcode-Identifikation und elektronischer Gabedokumentation. Verordnungsfehler sanken dort von 3,8 % auf 2,0 %, Gabefehler ohne intravenöse Gaben von 7,0 % auf 4,3 %. Die Studie umfasst eine Station und ein anderes Gesundheitssystem; sie zeigt, was ein Gesamtprozess bewirken kann, nicht, was Verblisterung allein bewirkt.

Für Ihre Planung folgt daraus: Bewerten Sie Prozesskosten, Pflegezeit, Bestands- und Verwurfseffekte, IT-Aufwand und Sicherheitsziele getrennt. Sie sind nicht gleichzusetzen. Beginnen Sie mit einer Pilotstation und legen Sie vorab fest, was Sie messen. Unterstützung bei der wirtschaftlichen Betrachtung bietet antares im Rahmen der Pharmakoökonomie; allgemeine Kostenbestandteile erklärt die Seite Kosten und Wirtschaftlichkeit.

Entscheidung

Wer im Krankenhaus entscheidet – und was jede Rolle wissen will

Rollen, Fragen und Motive bei der Einführung externer Verblisterung
RolleZentrale FragenTypisches Motiv
GeschäftsführungProzesskosten, Förderung, Vertragslaufzeit, RisikoPlanbare Prozesse, Entlastung knapper Pflegekapazität
PflegedirektionWas entfällt auf Station, was bleibt? Schulungsbedarf?Weniger Richten, mehr Zeit für Patienten
Ärztliche DirektionBleibt die Verordnung flexibel? Wie laufen Rückfragen?Arzneimitteltherapiesicherheit
ArzneimittelkommissionArzneimittelliste, Eignung zur Verblisterung, AusnahmenEinheitliche Standards
Krankenhausapotheke, falls vorhandenAufgabenteilung, Verantwortung, RechtsgrundlageKapazität, Spezialisierung
ITDatenfluss, Schnittstellen, Datenschutz, AusfallkonzeptIntegration statt Insellösung

Einwände und Risiken

„Unsere Verordnungen ändern sich zu oft.“ Gerade für hohe Änderungsdynamik ist Unit-Dose gedacht, weil einzelne Dosen ersetzt werden können, ohne einen ganzen Beutel zu verwerfen. Einen Annahmeschluss und einen Nachlieferweg braucht es trotzdem.

„Was passiert bei einem IT-Ausfall?“ Ein Ausfallkonzept mit Stationsvorrat und manuellem Weg ist unverzichtbar und wird vor dem Start festgelegt.

„Wir werden abhängig von der Apotheke.“ Diese Abhängigkeit besteht bei externer Versorgung bereits heute. Verblisterung vertieft sie; Vertrag, Leistungsbeschreibung und Ausstiegsszenario sollten das abbilden.

„Der Nutzen ist nicht bewiesen.“ Für den Gesamtprozess aus elektronischer Verordnung, Prüfung, Verblisterung und Gabedokumentation gibt es Hinweise aus Studien, für die Verblisterung allein kaum. Legen Sie eigene Messgrößen fest und werten Sie die Pilotphase aus.

Ablauf einer Zusammenarbeit: Bestandsaufnahme mit Apotheke, Pflege, Ärzteschaft und IT, Wahl des Formats, Festlegung von Annahmeschluss und Ausfallkonzept, Pilotstation, Auswertung, schrittweise Ausweitung. So arbeiten wir zusammen

Häufige Fragen

Fragen aus Kliniken zur externen Verblisterung

Kann eine öffentliche Apotheke ein Krankenhaus mit verblisterten Arzneimitteln versorgen?

Ja, wenn sie das Krankenhaus auf Grundlage eines behördlich genehmigten Versorgungsvertrags nach § 14 Apothekengesetz versorgt. Die patientenindividuelle Verblisterung kann dann Teil der vereinbarten Leistungen sein. antares setzt dies mit der LungenClinic Großhansdorf um.

Unit-Dose oder Multi-Dose im Krankenhaus?

Bei häufigen Änderungen und dem Wunsch, jede Einzeldosis scannen zu können, spricht viel für Unit-Dose. Multi-Dose kann bei stabilerer Medikation, etwa in Reha- oder psychiatrischen Kliniken, sinnvoll sein. Die Entscheidung hängt vom Gesamtprozess ab.

Welche Arzneimittel bleiben auf Station?

Infusionen, Injektionen, flüssige Arzneimittel, Inhalativa, Pflaster, Bedarfsmedikation und feste Arzneimittel, die sich nicht zur Verblisterung eignen. Diese werden weiter über den Stationsvorrat oder patientenbezogen geliefert.

Was passiert mit Anordnungen nach Annahmeschluss?

Sie werden bis zum nächsten Blister aus dem Stationsvorrat gegeben oder über einen vereinbarten Nachlieferweg versorgt. Annahmeschluss und Nachlieferung werden im Versorgungsvertrag festgelegt.

Brauchen wir ein bestimmtes Klinikinformationssystem?

Sie brauchen eine elektronische Verordnung, deren Daten zuverlässig an die Apotheke übermittelt werden können, und eine elektronische Gabedokumentation für einen geschlossenen Prozess. Welche technische Anbindung in Ihrem Haus möglich ist, klären wir gemeinsam mit Ihrer IT.

Fördert das KHZG externe Verblisterung?

Das Krankenhauszukunftsgesetz fördert unter anderem digitales Medikationsmanagement, darunter geschlossene Medikationsprozesse und Unit-Dose-Systeme. Ob und in welchem Umfang Ihr Projekt förderfähig war oder ist, hängt von Antrag und Bescheid Ihres Hauses ab.

Arbeitet antares auch mit Häusern zusammen, die eine eigene Krankenhausapotheke haben?

Das ist im Einzelfall zu prüfen, denn die Versorgungsverantwortung liegt dann bei der Krankenhausapotheke. Sprechen Sie uns an; wir klären gemeinsam mit Ihrer Krankenhausapotheke, ob es eine tragfähige Konstruktion gibt.

Nächster Schritt

Klinikversorgung mit antares besprechen

Klinikversorgung

Versorgungsmodell besprechen

Sie prüfen eine externe Arzneimittelversorgung mit oder ohne Verblisterung und möchten wissen, was sie voraussetzt.

Klinikversorgung anfragen
Pilot

Pilotstation planen

Sie möchten auf einer Station beginnen und den Prozess vor der Ausweitung auswerten.

Pilot besprechen
Bestandsaufnahme

Medikationsprozess analysieren

Sie möchten zunächst Verordnung, Datenfluss und Gabe gemeinsam betrachten, bevor über ein Format entschieden wird.

Analyse anfragen
Porträt Insa Goll
Ihre Ansprechpartnerin für Kliniken
Insa Goll
Abteilungsleitung Klinikversorgung · Fachapothekerin für klinische Pharmazie

Insa Goll, Abteilungsleitung Klinikversorgung und Fachapothekerin für klinische Pharmazie, ist Ihre Ansprechpartnerin für Klinikversorgung, Unit-Dose und geschlossene Medikationsprozesse.

Medikationsprozesse im Krankenhaus gemeinsam weiterentwickeln?

Wir besprechen mit Ihrer Apotheke, Pflege- und Klinikleitung, welches Versorgungsmodell zu Ihren Stationen, Ihrer IT und Ihren Abläufen passt – vom Pilotbereich bis zur schrittweisen Ausweitung.

Zertifizierte Qualität und sichere Prozesse

Unsere GDP- und ISO-Zertifizierungen stehen für geprüfte Qualität, verlässliche Abläufe und eine sichere Arzneimittelversorgung. Sie bestätigen unter anderem die fachgerechte Lagerung, Prüfung, Dokumentation und Auslieferung von Arzneimitteln sowie ein wirksames Qualitäts- und Logistikmanagement.

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