Externe patientenindividuelle Verblisterung kann Kliniken ohne eigene Krankenhausapotheke vor allem organisatorisch entlasten: Das Richten fester oraler Arzneimittel auf Station entfällt für den verblisterten Teil der Medikation, jede Verordnung wird vor der Herstellung pharmazeutisch geprüft, und jede Dosis ist mit Patient und Einnahmezeitpunkt gekennzeichnet. Wie viel davon im Alltag ankommt, hängt wesentlich davon ab, ob sie in einen geschlossenen Medikationsprozess mit elektronischer Verordnung und elektronischer Gabedokumentation eingebunden ist.
Die antares Apotheke in Hamburg-Jenfeld setzt einen solchen Prozess mit der LungenClinic Großhansdorf um. Belastbare Belege für einen Nutzen der Verblisterung allein gibt es nicht; Studien zum geschlossenen Gesamtprozess zeigen Hinweise, sind aber nur eingeschränkt übertragbar. Vorteile und Grenzen unterscheiden sich je nach Rolle im Krankenhaus.
Vier Merkmale der antares Klinikversorgung
Die folgenden Vorteile beruhen auf nachprüfbaren Merkmalen – nicht auf Wirkungsversprechen. Alle zehn Merkmale stehen auf der Seite Warum antares.
Erfahrung aus dem geschlossenen Medikationsprozess
Für die LungenClinic Großhansdorf prüft und verblistert antares im geschlossenen Medikationsprozess von der elektronischen Verordnung bis zur dokumentierten Gabe. Prüfung vor der Herstellung und dokumentierte Rückfragen kennt dasselbe Team auch aus diesem Projekt.
NachweisPressemitteilung vom 06.08.2025
Mehr dazuGeleitet von Fachapothekerinnen für klinische Pharmazie
Verblisterung und Klinikversorgung verantworten Apothekerinnen mit Weiterbildung in klinischer Pharmazie. Die Medikationsprüfung vor der Herstellung ist bei uns pharmazeutische Fachaufgabe.
NachweisSinah Gaebert (Verblisterung), Insa Goll (Klinikversorgung)
Mehr dazuMulti-Dose und Einzeldosis-Beutel
Mehrere Arzneimittel je Einnahmezeitpunkt in einem Beutel – oder nach Vereinbarung ein Arzneimittel je Beutel, wenn Ihr Prozess Einzeldosen braucht. Welches Format passt, legen wir gemeinsam fest.
NachweisWebsite antares (Arzneimittellogistik), Prüfübersicht mit Einzeldosis-Beuteln
Mehr dazuMehr als Blister aus einer Apotheke
Infusionen und sterile Zubereitungen, onkologische Versorgung, Ernährungsmanagement, Medikationsberatung und Schulungen – was nicht in den Blister gehört, kann nach Vereinbarung aus derselben Apotheke kommen.
NachweisLeistungsseiten der antares Apotheke; Sterillabor mit eigenem QM-Zertifikat
Mehr dazu
Inhalt dieser Seite
- Auf einen Blick: Was externe Verblisterung im Krankenhaus leisten kann
- Was bedeutet „Vorteil“ im Krankenhaus?
- Welche Vorteile haben die einzelnen Rollen im Krankenhaus?
- Was zeigt das Beispiel LungenClinic Großhansdorf – und was nicht?
- Was sagt die Studienlage zu geschlossenen Medikationsprozessen?
- Welche Rolle spielt das Krankenhauszukunftsgesetz?
- Wann treten die Vorteile im Krankenhaus nicht ein?
- Wie prüft eine Klinik die Vorteile für das eigene Haus?
- Häufige Fragen zu den Vorteilen für Kliniken
Auf einen Blick: Was externe Verblisterung im Krankenhaus leisten kann
| Thema | Fakt |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | Ein Krankenhaus ohne eigene Krankenhausapotheke kann von einer öffentlichen Apotheke auf Grundlage eines behördlich genehmigten Versorgungsvertrags nach § 14 Apothekengesetz versorgt werden. |
| Pflichten der Apotheke | Zu den Voraussetzungen des § 14 Apothekengesetz gehören unter anderem die unverzügliche und bedarfsgerechte Bereitstellung der Arzneimittel, die persönliche Beratung des Krankenhauspersonals und die Mitwirkung in der Arzneimittelkommission. |
| Was verblistert wird | Verblistert werden feste orale Arzneimittel; Infusionen, Injektionen, flüssige Arzneimittel und Bedarfsmedikation bleiben auf Station. |
| Prüfung | Im Klinikprozess der antares Apotheke prüfen Apothekerinnen und Apotheker jede Verordnung auf Wechselwirkungen, Plausibilität, Allergien und Laborergebnisse, bevor verblistert wird. |
| Formate | Die Verblisterungsanlage der antares Apotheke kann Mischbeutel je Einnahmezeitpunkt und Beutel mit genau einem Arzneimittel herstellen; welches Format eine Klinik erhält, wird vereinbart. |
| Praxisbeispiel | Die LungenClinic Großhansdorf wird laut Pressemitteilung vom 06.08.2025 von antares über einen geschlossenen Medikationsprozess mit patientenindividuellen Blistern für den Folgetag versorgt. |
| Evidenz | Für geschlossene Medikationsprozesse im Krankenhaus gibt es Hinweise aus Vorher-nachher-Studien; einen isolierten Nutzen der Verblisterung belegen sie nicht. |
| Förderung | Das Krankenhauszukunftsgesetz von 2020 fördert unter anderem digitales Medikationsmanagement, darunter geschlossene Medikationsprozesse und Unit-Dose-Systeme. |
| Ansprechpartnerin | Die Klinikversorgung der antares Apotheke leitet Insa Goll, Apothekerin und Fachapothekerin für klinische Pharmazie. |
Was bedeutet „Vorteil“ im Krankenhaus?
Im Krankenhaus wird Verblisterung selten als Einzelleistung bewertet, sondern als Teil eines Medikationsprozesses, der Verordnung, Prüfung, Bereitstellung, Gabe und Dokumentation umfasst. Ein Vorteil an einer Stelle kann an anderer Stelle Aufwand erzeugen: Wer auf Station nicht mehr richtet, braucht dafür eine verlässliche elektronische Verordnung, einen Annahmeschluss und einen Weg für Anordnungen danach.
Wir unterscheiden deshalb, was sich in welcher Rolle ändert, was dafür nötig ist und wo die Grenze liegt. Zeitersparnis, Prozessqualität, Arzneimitteltherapiesicherheit, Nachvollziehbarkeit und Wirtschaftlichkeit sind dabei verschiedene Dinge, die unabhängig voneinander eintreten oder ausbleiben können. Für Pflegeheime steht dieselbe Bewertung unter Vorteile für Pflegeheime.
Welche Vorteile haben die einzelnen Rollen im Krankenhaus?
Pflege auf Station
Was sich verbessern kann: Das Richten fester oraler Arzneimittel für jeden Patienten und jeden Einnahmezeitpunkt entfällt für den verblisterten Teil der Medikation. Statt aus Stationsvorrat und Packungen zusammenzustellen, kontrolliert die Pflege eine gekennzeichnete Lieferung für den Folgetag. Jeder Beutel nennt Patient, Arzneimittel und Einnahmezeitpunkt; das Zusammenstellen, das auf Station oft unter Unterbrechungen stattfindet, erfolgt für diesen Teil der Medikation in der Apotheke.
Was dafür nötig ist – und die Grenze: Die Kontrolle der Lieferung und der Abgleich mit der aktuell gültigen Anordnung vor der Gabe bleiben Pflegeaufgabe. Infusionen, Injektionen, Säfte, Inhalativa und Bedarfsmedikation werden weiter auf Station vorbereitet. Anordnungen nach dem vereinbarten Annahmeschluss werden aus dem Stationsvorrat oder über einen Nachlieferweg versorgt. Wie viel Zeit tatsächlich frei wird, hängt vom Anteil verblisterbarer Arzneimittel und von der Änderungsdynamik der Station ab.
Ärztlicher Dienst
Was sich verbessern kann: Jede Verordnung durchläuft vor der Herstellung eine pharmazeutische Prüfung auf Wechselwirkungen, Plausibilität, Allergien und Laborwerte. Rückfragen kommen fachlich vorbereitet und werden schriftlich dokumentiert, bei Bedarf telefonisch ergänzt. Geht die Verordnung elektronisch an die Apotheke, entfällt die Übertragung von Hand zwischen Kurve und Bereitstellung.
Was dafür nötig ist – und die Grenze: Die Therapieentscheidung bleibt ärztlich; die Apotheke empfiehlt, sie entscheidet nicht. Die Prüfung ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält – fehlen Laborwerte oder Diagnosen, kann sie nicht alles erkennen. In der Anfangsphase entstehen oft mehr Rückfragen, weil Unklarheiten sichtbar werden. Sehr kurzfristige Anordnungen passen nicht in den Blister des Folgetags und brauchen einen eigenen Weg.
Krankenhausapotheke und Arzneimittelkommission
Was sich verbessern kann: Bei Häusern ohne eigene Krankenhausapotheke ist die versorgende Apotheke nach § 14 Apothekengesetz in die Arzneimittelkommission eingebunden. Mit Verblisterung kommen dort konkrete Fragen auf den Tisch, die antares nach Vereinbarung fachlich vorbereiten kann: welche Präparate der Arzneimittelliste sich zur Verblisterung eignen, welche Ausnahmen gelten, wie mitgebrachte Hausmedikation behandelt wird. Die Regeln für geeignete und ungeeignete Arzneimittel verlangt § 34 Apothekenbetriebsordnung ohnehin im Qualitätsmanagement der Apotheke. Klinische Pharmazie ist bei antares in der Leitung verankert: Die Klinikversorgung verantwortet eine Fachapothekerin für klinische Pharmazie.
Was dafür nötig ist – und die Grenze: Hat ein Haus eine eigene Krankenhausapotheke, liegt die Versorgungsverantwortung dort; eine Zusammenarbeit mit einer öffentlichen Apotheke braucht dann eine eigens zu prüfende rechtliche Konstruktion. Die Arzneimittelliste wird durch Verblisterung nicht einfacher – sie muss um eine Eignungsbewertung ergänzt werden.
Geschäftsführung und Controlling
Was sich verbessern kann: Ein Arbeitsschritt, der heute knappe Pflegekapazität bindet, wird in die Apotheke verlagert und dort in einem dokumentierten Prozess erledigt. Chargen sind je Beutel nachvollziehbar, was bei Rückrufen und Prüfungen hilft. Weil die Apotheke für die Verblisterung größere Packungseinheiten und Schüttware einsetzen kann, lassen sich laut Pressemitteilung zur LungenClinic Material und Müll einsparen. Neben der Verblisterung bietet antares nach Vereinbarung Leistungen wie Pharmakoökonomie, sterile Herstellung und Ernährungsmanagement aus derselben Apotheke an.
Was dafür nötig ist – und die Grenze: Frei werdende Pflegezeit ist keine Einsparung, solange sie nicht bewusst eingeplant wird. Prozesskosten, IT-Aufwand, Bestands- und Verwurfseffekte gehören getrennt in die Rechnung. Rainer W. Werther, Geschäftsführender Direktor der antares Apotheke, sah 2022 die Hürde für Unit-Dose in deutschen Kliniken nicht in der Technik, sondern in höheren Prozesskosten bei fehlender Refinanzierung. Externe Versorgung bedeutet zudem Abhängigkeit von einem Partner – Leistungsbeschreibung, Ausfallkonzept und Ausstiegsszenario gehören in den Vertrag. Kosten im Krankenhaus
Patienten bei der Entlassung
Was sich verbessern kann: Patienten verlassen das Haus mit einer Medikation, die während des Aufenthalts pharmazeutisch geprüft wurde. Das Aufnahme- und Entlassmanagement der antares Apotheke kann die Arzneimittelanamnese bei Aufnahme und den Medikationsplan bei Entlassung unterstützen – ein wichtiger Punkt für Menschen, die ins Pflegeheim zurückkehren und dort weiter versorgt werden.
Was dafür nötig ist – und die Grenze: Der Klinikblister endet mit dem Aufenthalt. Was danach gilt, regeln Entlassbrief, Medikationsplan und die weiterbehandelnden Ärzte. Patienten wählen ihre Apotheke nach der Entlassung frei; eine Klinik darf sie nicht an eine bestimmte Apotheke verweisen (§ 11 Apothekengesetz). Wie die Übergabe ins Heim gelingt, beschreibt die Seite Krankenhausentlassung ins Pflegeheim.
Was zeigt das Beispiel LungenClinic Großhansdorf – und was nicht?
Die LungenClinic Großhansdorf im Kreis Stormarn wird von antares über einen geschlossenen Medikationsprozess versorgt: elektronische Verordnung auf Station, Weiterleitung an die Apotheke in Hamburg-Jenfeld, pharmazeutische Prüfung, maschinelle patientenindividuelle Verblisterung, Kontrolle der Lieferung für den gesamten nächsten Tag durch die Pflege, elektronische Erfassung der Gabe. Flüssige Arzneimittel wie Infusionen ergänzt die Klinik. Elektronische Prüfmechanismen, das Vier-Augen-Prinzip und Scan-Prozesse sichern die Herstellung ab; für Nachfragen und Notfälle sind Apothekerinnen und Apotheker erreichbar.
Die Klinik verband damit drei Ziele: mehr Sicherheit bei der Arzneimittelgabe, Entlastung des Pflegepersonals und mehr Nachhaltigkeit. Das sind Ziele, keine gemessenen Ergebnisse. Zu Fehlerraten, Zeitaufwand oder Materialeinsparung sind keine Kennzahlen veröffentlicht, und welches Blisterformat verwendet wird, ist nicht öffentlich beschrieben. Das vollständige Praxisbeispiel
Was sagt die Studienlage zu geschlossenen Medikationsprozessen?
Eine häufig zitierte Vorher-nachher-Studie von Franklin und Kollegen (2007) untersuchte auf einer chirurgischen Station eines britischen Lehrkrankenhauses ein geschlossenes System aus elektronischer Verordnung, automatisierter Ausgabe, Barcode-Identifikation der Patienten und elektronischer Gabedokumentation. Verordnungsfehler gingen dort von 3,8 % auf 2,0 % zurück, Gabefehler ohne intravenöse Gaben von 7,0 % auf 4,3 %.
Die Grenzen sind wichtig: eine Station, ein anderes Gesundheitssystem, kein Kontrollgruppendesign – und gemessen wurde der Gesamtprozess, nicht die Verblisterung. Für Pflegeheime fand das IQWiG 2019 keine belastbaren Studien zum Nutzen der Verblisterung; diese Bewertung lässt sich nicht einfach auf Kliniken übertragen, die umgekehrte Übertragung aber auch nicht. Für die Planung heißt das: eigene Ziele und Messgrößen vorab festlegen. Mehr unter Unit-Dose: Evidenz.
Welche Rolle spielt das Krankenhauszukunftsgesetz?
Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) von 2020 fördert unter anderem digitales Medikationsmanagement; dazu zählen geschlossene Medikationsprozesse und Unit-Dose-Systeme. Für viele Häuser war es der Anlass, elektronische Verordnung und Gabedokumentation einzuführen – die technische Grundlage, auf der sich externe Verblisterung in einen geschlossenen Prozess einbinden lässt. Ob und in welchem Umfang ein konkretes Vorhaben gefördert wurde oder wird, hängt von Antrag und Bescheid des jeweiligen Hauses ab; dazu machen wir keine Zusagen.
Wann treten die Vorteile im Krankenhaus nicht ein?
- Die Verordnung ist nicht elektronisch. Dann wird von Hand übertragen, und der wichtigste Vorteil eines geschlossenen Prozesses fehlt. Das Projekt beginnt in diesem Fall bei der Verordnung.
- Annahmeschluss und Nachlieferweg sind nicht geregelt. Dann entstehen Lücken und parallele Wege, die mehr Arbeit machen als vorher.
- Der Anteil verblisterbarer Arzneimittel ist gering. Auf Stationen mit überwiegend intravenöser oder flüssiger Medikation bleibt das meiste auf Station.
- Die Kontrolle auf Station wird abgebaut. Aus einer zusätzlichen Sicherung würde ein Ersatz; dafür ist die Verblisterung nicht ausgelegt.
- Es gibt kein Ausfallkonzept. Bei IT- oder Lieferstörungen braucht jede Station einen geübten manuellen Weg.
Wie prüft eine Klinik die Vorteile für das eigene Haus?
Ein üblicher Weg ist der Beginn mit einer Pilotstation. Vorher werden Messgrößen und Ausgangswerte festgelegt, etwa Zeit für das Richten, Zahl der Nachlieferungen, Anordnungen nach Annahmeschluss, pharmazeutische Rückfragen nach Anlass und gemeldete Abweichungen. Nach einigen Monaten wird ausgewertet und erst dann über eine Ausweitung entschieden. Welche Rollen im Haus dabei welche Fragen stellen, zeigt die Übersicht Wer im Krankenhaus entscheidet; besondere Anforderungen einzelner Fachrichtungen beschreiben die Seiten Geriatrie, psychiatrische Kliniken und Rehabilitationskliniken.
Häufige Fragen zu den Vorteilen für Kliniken
Spart externe Verblisterung im Krankenhaus Pflegezeit?
Für den verblisterten Teil der Medikation entfällt das Richten auf Station. Wie viel Zeit das insgesamt ausmacht, hängt vom Anteil fester oraler Arzneimittel, von der Änderungsdynamik und von der Organisation der Kontrolle ab. Eine pauschale Zahl lässt sich seriös nicht nennen; eine Messung auf einer Pilotstation schon.
Senkt Verblisterung Medikationsfehler im Krankenhaus?
Für geschlossene Medikationsprozesse mit elektronischer Verordnung, automatisierter Bereitstellung, Barcode-Identifikation und elektronischer Gabedokumentation gibt es Hinweise aus Vorher-nachher-Studien, etwa von Franklin und Kollegen (2007). Einen Nutzen der Verblisterung allein belegen sie nicht. antares nennt deshalb keine Fehlerquoten.
Welche Kliniken kann antares versorgen?
Krankenhäuser ohne eigene Krankenhausapotheke auf Grundlage eines genehmigten Versorgungsvertrags nach § 14 Apothekengesetz. Bei Häusern mit eigener Krankenhausapotheke prüfen wir gemeinsam mit ihr, ob eine tragfähige Konstruktion möglich ist.
Unit-Dose oder Mischbeutel – was bietet antares Kliniken an?
Die Verblisterungsanlage der antares Apotheke kann Beutel mit genau einem Arzneimittel und Mischbeutel je Einnahmezeitpunkt herstellen. Bei hoher Änderungsdynamik spricht viel für Einzeldosen; welches Format passt, entscheiden wir mit Ihnen anhand von Stationsstruktur und IT. Formate im Vergleich
Müssen Pflegekräfte die Blister auf Station noch kontrollieren?
Ja. Die Pflege kontrolliert die Lieferung, gleicht vor der Gabe mit der aktuell gültigen Anordnung ab und dokumentiert die Gabe. Diese Kontrolle fängt vor allem Änderungen ab, die nach der Herstellung angeordnet wurden.
Bekommen Patienten bei der Entlassung Blister von antares mit?
Der Klinikblister ist für den Aufenthalt bestimmt. Nach der Entlassung wählen Patienten ihre Apotheke frei; was weiter gilt, regeln Entlassbrief, Medikationsplan und die weiterbehandelnden Ärzte.
- § 11 und § 14 Apothekengesetz (Zuweisungsverbot; Versorgung von Krankenhäusern).
- § 34 Apothekenbetriebsordnung (Patientenindividuelles Stellen oder Verblistern).
- Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), 2020; Fördertatbestand digitales Medikationsmanagement.
- Franklin BD, O'Grady K, Donyai P, Jacklin A, Barber N: The impact of a closed-loop electronic prescribing and administration system on prescribing errors, administration errors and staff time: a before-and-after study. Qual Saf Health Care 2007;16:279–284.
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Patientenindividuelle Verblisterung. Rapid Report A18-35, Mai 2019.
- antares-apotheke Pharma Service e. K.: Pressemitteilung zum Medikationsmanagementprozess der LungenClinic Großhansdorf, 06.08.2025.
- Werther RW: Unit Dose – roll-out der unit-dose-Versorgung: Wie eine wirtschaftliche Gestaltung erreicht werden kann. Vortrag, med.Logistica, 11.05.2022.
Welche Vorteile für Ihr Haus realistisch sind, hängt von Verordnungsweg, Stationsstruktur und IT ab. Insa Goll, Fachapothekerin für klinische Pharmazie und Abteilungsleitung Klinikversorgung, schätzt das mit Ihnen gemeinsam ein – auch, wenn das Ergebnis lautet, dass Verblisterung für eine Station nicht passt.
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