Ihren Stellaufwand mit eigenen Werten berechnen
Die voreingestellten Zahlen sind Platzhalter zum Ausprobieren, keine Durchschnittswerte aus Studien oder anderen Einrichtungen. Ersetzen Sie sie durch die Werte aus Ihrem Messprotokoll.
Ihr heutiger Aufwand (rechnerisch)
So wird gerechnet: Stellen = Personen × Minuten Stellen ÷ 60; Kontrolle = Personen × Minuten Kontrolle ÷ 60; Änderungen und Rezepte = Anzahl × Minuten ÷ 60. Stunden pro Jahr = Wochensumme × 52. Vollzeitäquivalente = Wochensumme ÷ Wochenstunden einer Vollzeitkraft, ohne Urlaub, Krankheit und Fortbildung – der tatsächliche Personalbedarf liegt daher höher. Als verlagerbar gilt nur der Stellaufwand, gemindert um den Anteil nicht verblisterbarer Medikation. Kontrolle, Änderungen und Rezepte werden bewusst nicht als verlagerbar gerechnet, weil sie sich mit Verblisterung verändern, aber nicht entfallen. Personalkosten = Stunden pro Jahr × Stundensatz. Alle Werte bleiben in Ihrem Browser und werden nicht übertragen.
Den Zusammenhang mit Kostenbestandteilen, Vergütungsmodellen und der Studienlage erläutert die Seite Kosten und Wirtschaftlichkeit der Verblisterung
Wie messen Sie die Werte im eigenen Haus?
Eine Woche Mitschreiben in einem Wohnbereich genügt für belastbare Ausgangswerte. Das Protokoll unten ist so aufgebaut, dass jede Zeile genau einem Eingabefeld des Rechners zugeordnet werden kann.
Fünf Messregeln, die das Ergebnis brauchbar machen
- Eine Zeile je Vorgang: Wer stellt, trägt Beginn und Ende ein – nicht die Summe am Schichtende.
- Unterbrechungen zählen mit: Klingel, Telefon oder eine Rückfrage verlängern das Stellen tatsächlich. Notieren Sie in der Spalte „Unterbrechungen“ nur die Anzahl; die Zeit steckt bereits in Beginn und Ende.
- Zweitkontrolle getrennt erfassen: Die zweite Person schreibt ihre eigene Zeile mit dem Kürzel K. So wird sichtbar, wie viel Fachkraftzeit das Vier-Augen-Prinzip bindet.
- Änderungen und Rezepte als Vorgänge zählen: Jede neue, geänderte oder abgesetzte Verordnung ist ein Vorgang Ä, jede Anforderung eines Folgerezepts ein Vorgang R – einschließlich Rückruf, Nachhaken und Abgleich beim Eingang.
- Keine Namen von Bewohnern: Erfasst werden nur Zeiten und Anzahlen. Das Protokoll enthält damit keine Gesundheitsdaten und kann im Team offen besprochen werden.
Für den Anteil nicht verblisterbarer Medikation genügt eine Näherung: Zählen Sie in den Medikationsplänen des Wohnbereichs die Positionen der Dauermedikation und davon die Tropfen, Säfte, Inhalativa, Pflaster, Injektionen und Bedarfsarzneimittel. Welche Arzneimittel sich in der Regel nicht für den Blister eignen, beschreibt die Seite geeignete Medikamente. Für eine ausführlichere Bestandsaufnahme über zwei Wochen mit vierzehn Kennzahlen gibt es die Vorlage zur Ist-Analyse.
| Datum, Schicht | Tätigkeit (S, K, Ä, R) | Beginn | Ende | Minuten | Personen bzw. Vorgänge | Unterbrechungen | Kürzel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
S = Stellen, K = Zweitkontrolle, Ä = Bearbeitung einer Medikationsänderung, R = Rezeptanforderung. Für eine ganze Woche das Blatt mehrfach ausdrucken. Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
| Feld im Rechner | So ergibt sich der Wert aus dem Protokoll | Ihr Wert |
|---|---|---|
| Versorgte Personen | Zahl der Bewohner, deren Arzneimittel in dieser Woche im Wohnbereich gestellt wurden | |
| Minuten Stellen je Person und Woche | Summe aller Minuten S, geteilt durch die versorgten Personen | |
| Minuten Kontrolle je Person und Woche | Summe aller Minuten K, geteilt durch die versorgten Personen | |
| Änderungen pro Woche und Minuten je Änderung | Zahl der Vorgänge Ä; Summe der Minuten Ä geteilt durch diese Zahl | |
| Rezeptanforderungen pro Woche und Minuten je Anforderung | Zahl der Vorgänge R; Summe der Minuten R geteilt durch diese Zahl | |
| Anteil nicht verblisterbarer Medikation | Nicht verblisterbare Positionen geteilt durch alle Positionen der Dauermedikation, mal 100 |
Wurde nur ein Wohnbereich gemessen, rechnen Sie den Rechner zunächst für diesen Bereich. Eine Hochrechnung auf das ganze Haus ist nur sinnvoll, wenn die übrigen Bereiche eine ähnliche Bewohnerstruktur haben.
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