
Ein Symptomtagebuch hilft Patienten, Nebenwirkungen strukturiert zu dokumentieren und beim Arzttermin vollständig zu schildern. Auch kurze Einträge sind besser als keine. Das Behandlungsteam kann auf dieser Basis gezieltere Entscheidungen treffen.
Beim Arzttermin sind viele Eindrücke präsent, aber die Wochen davor – mit dem Behandlungsteam gesprochen – werden oft aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Das führt dazu, dass leichte, aber wiederkehrende Beschwerden nicht erwähnt werden, weil sie gerade nicht akut sind.
Ein Symptomtagebuch schafft eine verlässliche Grundlage:
Ein Eintrag muss nicht lang sein. Für jeden Tag, an dem etwas auffällt:
| Was | Beispiele |
|---|---|
| Symptom | Übelkeit, Schmerzen, Kribbeln, Abgeschlagenheit |
| Schwere (1–10) | 3 = leicht störend, 7 = stark beeinträchtigend |
| Zeitpunkt / Dauer | „ab 14 Uhr, ca. 2 Stunden" |
| Zusammenhang | „Tag nach Infusion", „nach Einnahme von Tablette X" |
| Maßnahme | „Ingwertee genommen", „früh hingelegt" |
| Besserung/Verschlechterung | „nach einer Stunde besser" |
Datum: ___________
Allgemeinbefinden heute (1–10): ___
Auffälligkeiten:
- Symptom: __________________ Stärke: __
Wann: _________ Was half: _____________
- Symptom: __________________ Stärke: __
Wann: _________ Was half: _____________
Medikamente eingenommen wie geplant? ☐ ja ☐ nein – Grund: ______
Sonstiges: ___________________________
Schwellenwert notieren: Wann wird es Zeit, das Behandlungsteam anzurufen? Das legt das Team mit dem Patienten individuell fest. Im Tagebuch sollte dieser Wert vermerkt sein.
Mitbringen zum Termin: Entweder das Tagebuch selbst oder eine Zusammenfassung der auffälligsten Tage seit dem letzten Gespräch.
Auch Selbstmedikation eintragen: Schmerzmittel, Nahrungsergänzungsmittel, pflanzliche Tees – all das kann relevant sein.
Ein Symptomtagebuch ist kein Ersatz für sofortiges Handeln bei ernsten Beschwerden. Wenn das Behandlungsteam bestimmte Symptome als Warnzeichen definiert hat (z. B. Fieber über einem bestimmten Wert, starke Atemnot), gilt: anrufen oder Notaufnahme – nicht erst ins Tagebuch schreiben.
Wenn Sie Beschwerden dokumentiert haben und nicht sicher sind, was davon relevant ist, helfen wir bei der Einordnung im Rahmen einer pharmazeutischen Beratung.
Dieser Artikel wurde von unserem Apothekenteam sorgfältig recherchiert und auf Basis der genannten Quellen erstellt. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Krebstherapien und ihre Nebenwirkungen verlaufen bei jedem Menschen unterschiedlich – maßgeblich sind immer die Vorgaben Ihres Behandlungsteams und die Packungsbeilage Ihrer Medikamente. Ändern Sie Ihre Therapie nicht eigenständig. Trotz sorgfältiger Prüfung können wir für Vollständigkeit und Aktualität keine Gewähr übernehmen. Bei Warnzeichen wenden Sie sich sofort an Ihr Behandlungsteam, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder im Notfall an 112.

Unsere GDP- und ISO-Zertifizierungen stehen für geprüfte Qualität, verlässliche Abläufe und eine sichere Arzneimittelversorgung. Sie bestätigen unter anderem die fachgerechte Lagerung, Prüfung, Dokumentation und Auslieferung von Arzneimitteln sowie ein wirksames Qualitäts- und Logistikmanagement.