
Nervenschäden – medizinisch Neuropathien genannt – können während oder nach einer Krebsbehandlung auftreten. Sie entstehen, wenn bestimmte Krebsmedikamente die Nervenbahnen beeinträchtigen und dadurch die Reizweiterleitung stören.
Am häufigsten sind die Nerven in Händen und Füßen betroffen. Diese Form nennt man periphere Polyneuropathie. Die Beschwerden können die Lebensqualität spürbar einschränken und oft noch Wochen oder Monate nach Therapieende anhalten.
Eine Neuropathie kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Typisch sind Missempfindungen oder eine veränderte Wahrnehmung von Temperatur, Druck und Schmerz.

Je früher Nervenschäden erkannt werden, desto besser lassen sich Beschwerden lindern und Folgeschäden vermeiden. Eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und physikalischer Therapie kann helfen, die Nervenfunktion zu stabilisieren.
Wichtig: Wenn Sie während der Therapie Gefühlsstörungen oder Schmerzen bemerken, informieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. So können Behandlungsanpassungen oder gezielte Unterstützungsmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden.

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