
Krebstherapien können Sexualität und Fruchtbarkeit beeinflussen – durch hormonelle Veränderungen, direkte Organwirkungen oder psychische Belastung. Wer Kinder möchte, sollte die Frage der Fertilitätssicherung vor Therapiebeginn mit dem Behandlungsteam besprechen. Für sexuelle Beschwerden gibt es wirksame Begleitangebote.
Krebserkrankungen und ihre Therapien können das Sexualleben und die Fruchtbarkeit auf verschiedenen Wegen beeinflussen. Hormonelle Veränderungen durch Hormontherapien, direkte Wirkungen auf Organe durch Operation oder Bestrahlung, und körperliche wie psychische Belastung spielen eine Rolle.
Diese Themen werden im klinischen Alltag nicht immer von sich aus angesprochen. Patienten können und sollten sie aktiv einbringen – beim Behandlungsteam, in der psychoonkologischen Beratung oder in der Apotheke.
Mögliche sexuelle Nebenwirkungen unter oder nach Krebstherapien:
Viele dieser Beschwerden sind behandelbar oder lassen sich lindern. Nicht-hormonale Befeuchtungsmittel und Gleitgele können helfen. Hormonhaltige Produkte bedürfen der Rücksprache mit dem Behandlungsteam.
Wenn der Wunsch nach Kindern besteht oder noch nicht endgültig entschieden ist, sollte das vor Therapiebeginn besprochen werden. Einige Krebstherapien können die Fruchtbarkeit vorübergehend oder dauerhaft einschränken.
Mögliche Maßnahmen zur Fertilitätssicherung:
Diese Maßnahmen müssen vor Beginn der Chemotherapie oder Bestrahlung geplant werden. Spezialisierte reproduktionsmedizinische Zentren beraten und führen die Maßnahmen durch. Das Behandlungsteam kann an entsprechende Stellen verweisen.
Auch wenn die Fruchtbarkeit durch die Therapie eingeschränkt erscheint, ist eine zuverlässige Verhütung während der Krebstherapie notwendig. Krebsmedikamente können dem ungeborenen Kind schaden. Welche Verhütungsmethode geeignet ist, hängt von der Therapie ab – hormonelle Methoden sind nicht immer passend. Das Behandlungsteam berät individuell.
Veränderte Körperwahrnehmung, Narben, Erschöpfung und Unsicherheit beeinflussen das Körperbild und die Intimität. Das sind verbreitete und verständliche Reaktionen auf eine schwere Erkrankung. Psychoonkologische Begleitung kann dabei helfen, diese Veränderungen zu verarbeiten – gemeinsam oder als Paar.
Bei Fragen zu Wechselwirkungen, Begleitmedikation und Produkten, die sexuelle Nebenwirkungen lindern können, helfen wir weiter.
Dieser Artikel wurde von unserem Apothekenteam sorgfältig recherchiert und auf Basis der genannten Quellen erstellt. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Krebstherapien und ihre Nebenwirkungen verlaufen bei jedem Menschen unterschiedlich – maßgeblich sind immer die Vorgaben Ihres Behandlungsteams und die Packungsbeilage Ihrer Medikamente. Ändern Sie Ihre Therapie nicht eigenständig. Trotz sorgfältiger Prüfung können wir für Vollständigkeit und Aktualität keine Gewähr übernehmen. Bei Warnzeichen wenden Sie sich sofort an Ihr Behandlungsteam, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder im Notfall an 112.

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